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Sunté. Solaranlagen in Westafrika




Enactus Universität Mannheim: Sunté

Unterstützen Sie uns und die Menschen in Westafrika!

Mit dem Projekt Sunté wagen wir uns als Team zum ersten Mal über die deutschen Grenzen hinaus und helfen Menschen in Westafrika.

Problem

Malaria, HIV, Tuberkulose, aber auch einfache Krankheiten wie Durchfall und Grippe – pro Jahr sterben Millionen Afrikaner an Krankheiten, die durch ärztliche Behandlung oder Prävention wirksam zu bekämpfen gewesen wären. Oft sind medizinische Einrichtungen und Angebote in allen Gegenden vorhanden, doch nutzen viele Bewohner diese aus Unwissenheit und Angst nicht, sodass bestehende Krankenstationen ungenutzt und dort tätiges medizinisches Personal ungefragt bleibt. Dadurch können besonders in ländlichen Gebieten viele Krankheiten nicht behandelt oder besser noch zuvor durch präventive Maßnahmen verhindert werden.

Darüber hinaus sind diese Krankenstationen wie große Teile der Länder nicht an das Stromnetz angeschlossen, weshalb besonders nachts die Behandlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind und viele wichtige medizinischen Geräte nicht benutzt werden können.

Konzept

Mit unserem Projekt Sunté verfolgen wir zwei Ziele:

Zum einen die gesundheitliche Aufklärung der Menschen vor Ort zu verbessern sowie ihre Angst vor moderner Medizin abzubauen.

Zum anderen die Stromversorgung von Krankenstationen sicherzustellen, um eine Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten zu erreichen.

 

Dabei steht vor allem die ländliche Bevölkerung Westafrikas für uns im Zentrum, die, wenn sie nicht freiwillig in das Krankenhaus kommt, von uns zum Besuch motiviert wird. Dazu greifen wir auf etwas zurück, das für ihren Alltag von großer Bedeutung ist: mobile Telekommunikation. Obwohl das Handy in Afrika eine immer größere Rolle spielt – beispielsweise zur Abfrage von Marktpreisen – gibt es Strom und damit Lademöglichkeiten nur in den Städten. Die Menschen sind daher gezwungen, lange Wege auf sich zu nehmen, wenn sie ihre Handys laden möchten. Diese Situation machen wir uns zu Nutze: Mit Hilfe von Solaranlagen elektrifizieren wir Krankenstationen. Diese dienen nicht nur zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten, sondern können gleichzeitig auch zum Aufbau eines kleinen Unternehmens genutzt werden: An den Krankeneinrichtungen können Handyladestationen betrieben werden, an denen die Menschen gegen eine geringe Gebühr ihr Handy aufladen können.

So schaffen wir einen Anreiz, die Krankenstationen zu besuchen, die auf diese Weise in den Alltag integriert werden, und ersparen den Einwohnern weite Wege. Durch die Handyladungen angelockt, kann die Bevölkerung dort über medizinische Angebote informiert und gegebenenfalls direkt behandelt werden.

Gleichzeitig werden so die bisher als Ersatz für elektrischen Strom vom Krankenhaus genutzten, umwelt- und gesundheitsschädlichen Alternativen, vor allem Kerosinlampen und Dieselmotoren, durch saubere Solarenergie ersetzt.

Aktueller Stand

Zurzeit setzen wir das Projekt mit unserem lokalen Partner Kopeme Group in einem größeren, ländlichen Gebiet, dem Bezirk VO in Togo, um. Inzwischen sind schon zehn Krankenstationen mit Solarenergie elektrifiziert worden. Täglich kommen Menschen aus der Umgebung und den umliegenden Dörfern, um ihre Handys aufzuladen, und besuchen die Stationen. Dabei werden die Einnahmen in einen Fonds eingezahlt, der vor Ort verwaltet wird. Dieser finanziert nicht nur Reparaturen und Wartung, sondern soll auch zur Anschaffung medizinischer Gerätschaften und vor allem weiterer Solaranlagen und einer Ausweitung unseres Projektes in Togo genutzt werden.

Ausblick

Wir arbeiten derzeit daran, Sunté auch in umliegenden afrikanischen Ländern umzusetzen, um auch dort die Herausforderungen einer verbesserten medizinischen Versorgung und Aufklärung anzugehen. Dabei muss die Realisierung natürlich mit unseren dortigen Partnern auf die Gegebenheiten vor Ort abgestimmt werden. Langfristig sollen die einzelnen Projekte vollständig in die Verantwortlichkeit der dort tätigen Menschen abgegeben werden können. So wollen wir Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein fördern.

Gleichzeitig arbeiten wir daran, ein verbessertes Konzept zur gesundheitlichen Aufklärung in Togo wie auch in kommenden Projekten durchzuführen, um die Krankenhausbesuche noch effektiver nutzen zu können.

Mit unserem Partner in Togo stehen in Zukunft darüber hinaus weitere Solarprojekte in Aussicht.