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ReSoil. Aus Müll entsteht eine Zukunft für Uganda

Enactus Mannheim: ReSoil

TERRA PRETA

Terra Preta – eine äußerst nährstoffreiche Erde, die ursprünglich nur durch natürliche, jahrhundertelange Prozesse in feuchten Tropenregionen entstand. Durch ein neues, innovatives Kompostierungsverfahren ist es gelungen, Terra Preta unter Verwendung von Biomasse, Holzkohle und Milchsäurebakterien industriell herzustellen. Durch den dauerhaften Verbleib der Holzkohle im Boden wird CO2 gebunden, wodurch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Darüber hinaus konnten durch Terra Preta Einsatz Ertragssteigerungen zwischen 50 und 200% beobachtet werden. Wir wollen diese Entdeckung mit den Menschen teilen, denen sie einen existenziellen Mehrwert bieten kann: Landwirten in Uganda.
 

Problem

Uganda ist ein Binnenstaat in Ostafrika, in dem das ganze Jahr über tropisches Klima herrscht. 80% der Einwohner sind in der Landwirtschaft tätig. Diese stellt für über 50% die Haupteinnahmequelle dar. Die meisten Ugander betreiben Subsistenzwirtschaft. Vielen mangelt es an Wissen über effiziente und ökologisch-verträgliche Methoden der Landwirtschaft, was langfristig zu sinkenden Erträgen, Umweltschäden und Bodendegradierung führt.

Konzept

Um diesen Problemen zu begegnen, hat sich ReSoil vorgenommen, die Landwirtschaft in Uganda auf eine nachhaltige Weise effizienter zu gestalten. Dazu nutzen wir das kürzlich wiederentdeckte Terra Preta Verfahren. Terra Preta ist eine sehr nährstoffreiche Erde, die durch Fermentation von Bioabfällen, Pflanzenjauche und Pflanzenkohle hergestellt wird. Die benötigten Komponenten finden sich dabei im Alltag der Ugander wieder.
Der Einsatz des Terra Preta Verfahrens verbessert die Bodenqualität, führt eine deutliche Ertrags- und Effizienzsteigerung herbei und leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Dieser besteht darin, dass einerseits chemischer Dünger vermieden und andererseits mehr klimaschädliches CO2 im Boden gebunden werden.
Das Projekt unterteilt sich in zwei Phasen. Zunächst wird ein Angestellter in das Herstellungsverfahren eingeführt, um Terra Preta zu produzieren. Diese Erde verkaufen wir dann an wohlhabende Einwohner, um den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Projekts sicherzustellen. Mittelfristig wollen wir lokalen Kleinbauern die Kenntnisse zur Produktion von Terra Preta vermitteln. So können diese dank der Ertragssteigerung ihren Lebensunterhalt verbessern und es wird ein Beitrag zur Stabilisierung der Ernährungssituation in Uganda geleistet.

Aktueller Stand

Wir haben bereits mehrere Partner für unser Projekt gewinnen können. So besteht eine Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsschule “Gudie Leisure Farm“ in Kampala, die uns ein Grundstück und weitere notwendige Strukturen zur Verfügung stellt.
Des Weiteren kooperieren wir mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Dort erforschen Prof. Dr. Jens Poetsch und Marco Stett für uns eine auf die Bedingungen in Uganda angepasste Rezeptur. Weitere Informationen erhalten wir durch die Kooperation mit dem BUND Niedersachsen.
Finanziell und inhaltlich werden wir zudem von den Unternehmen Neudorff und ECOstyle unterstützt, die beide innovative Lösungen für den nachhaltigen Gartenbau anbieten.
Im Januar 2017 werden wir mit Fachleuten der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg nach Uganda fliegen, um unsere Planungen vor Ort umzusetzen. Wir wollen in dieser Zeit einen ersten Arbeiter einstellen, ihm das Verfahren nahebringen sowie die Logistik organisieren, sodass die Produktion während unseres Aufenthaltes beginnen kann. Auch wollen wir vor Ort erste Absatzmärkte erschließen.