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Konzept Seife. Malariaseife für Afrika



Enactus Mannheim: Konzept Seife

Situation

Laut der WHO erkrankt jeder siebte Mensch in Togo an Malaria. Es ist eine der tödlichsten Krankheiten weltweit und in Togo sogar die häufigste Todesursache. Übertragen wird die Krankheit von Moskitos, die am Abend und in der Nacht sehr aktiv sind. Die Bevölkerung jedoch realisiert die Gefahr nicht und schützt sich nicht ordnungsgemäß vor ihr. Es gibt zwar Moskitonetze und Moskitosprays, doch diese sind einerseits zu teuer und andererseits erfordern sie eine Umgewöhnung im Alltag, welche die größte Hürde darstellt.

Neben Malaria hat Togo ein weiteres Problem: Die steigende Jugendarbeitslosigkeit. Etwa ein Drittel der jungen Leute haben Schwierigkeiten nach der Schule, den Anschluss an die Arbeitswelt zu finden. Hier fehlt es den Jugendlichen an Möglichkeiten, einen Beruf zu erlernen und Geld zu verdienen.

Konzept

Da bisherige präventive Moskitoschutzmittel nicht gut im Alltag integrierbar sind, setzt „Project Soap“ mit einer moskitoabweisenden Seife genau dort an. Seife ist etwas, was bereits in den allermeisten Haushalten zu finden ist. Dort wird es täglich zum Duschen, Waschen und Geschirrspülen verwendet. Die Hygienevorteile von Seife sind der Bevölkerung bereits bekannt, sodass sie Seife korrekt anwenden. Eine moskitoabweisende Seife ist damit leicht im Alltag integrierbar und zudem kostengünstig.

Um die Seife herzustellen, wird mithilfe eines Partners vor Ort eine Seifenproduktion errichtet, in der Jugendliche und ein erfahrener Seifenhersteller die Seife produzieren. Der Seifenhersteller bildet durch die Arbeit die Jugendlichen aus, sodass diese wiederum später selbst eine eigene Seifenproduktion in einer anderen Region Togos errichten können und dort weitere Jugendliche ausbilden. Die Expansion in weitere Regionen wird durch einen Fonds finanziert, in den der Erlös der Seifen fließt.

Der Vertrieb der Seife verläuft über das Netzwerk des Kooperationspartners. Dadurch soll die Seife direkt an die Bewohner der einzelnen Dörfer verkauft werden.

Aktueller Stand

Mit der kopeme GROUP in Togo existiert bereits ein zuverlässiger Kooperationspartner vor Ort, durch die wir über ihr Netzwerk 10.000 Menschen erreichen können. Seit September 2017 haben wir außerdem ein Netzwerk aus Professoren, Tropeninstituten, Chemieunternehmen und mehreren Seifenherstellern aufgebaut, die uns bei der Umsetzung des Projektes unterstützen. Darunter sind auch Faso Soap und Osana Bar, zwei Seifenhersteller in Burkina Faso und den USA, die beide bereits an moskitoabweisenden Seifen arbeiten. Aufgrund ihrer Erfahrungen und aufgrund unseres eigens erstellten Prototyps basierend auf ätherischen Ölen von Lemongras, Citronella und Nelke, wissen wir, welche Herausforderungen es noch zu überwältigen gibt, um eine möglichst wirksame moskitoabweisende Seife zu entwickeln. Unser Fokus liegt nun darin, zusammen mit Tropeninstituten, den abweisenden Effekt unseres Prototyps ausgiebig zu testen und ein Forschungsnetzwerk aufzubauen, um mehr Expertise in die Entwicklung der Seife zu bringen.

Vision

Kein Mensch auf der Welt soll an Malaria erkranken müssen.

Unsere Mission ist es deshalb, den Menschen mit einer moskitoabweisenden Seife eine einfache und günstige Möglichkeit zu bieten, sich vor Malaria zu schützen.