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Fluchthelfer Upcycling. Mit Upcycling zu einer besseren Zukunft





Enactus Mannheim: Fluchthelfer Upcycling

Problem:

In jeder Großstadt findet man sie: Die Fahrräder, die scheinbar zu nichts mehr zu gebrauchen sind und von den Besitzern achtlos vergessen werden und darauf warten, zu Schrott verarbeitet zu werden. Nur wenige erkennen dabei die Vielzahl an Möglichkeiten, die diese scheinbar wertlosen Drahtesel – manchmal gar nicht mehr als solche zu erkennen – bieten und kreativ weiterverarbeitet werden können. Dies wirkt der Umweltverschmutzung entgegen und zugleich erhalten die wertlosen Fahrräder einen Neuwert. Unser Fluchthelfer–Upcycling Team sah darin eine Möglichkeit, auch sozial Benachteiligten zu helfen und somit das ursprüngliche Fluchthelfer-Projekt fortzuführen.

Konzept:

Eine sozial benachteiligte Gruppe, wie beispielsweise Langzeitarbeitslose, soll ihrer kreativen Tätigkeit beim Radhof Neckarstadt in Mannheim unter der Schirmherrschaft des „Verein für berufliche Integration und Qualifizierung e.V.“ (VbI e.V.) nachgehen. Dort sollen Geldbeutel, Taschen und Mäppchen aus ehemaligen Fahrradteilen, wie z.B. alten Schläuchen, hergestellt werden. Die Entwürfe stammen von der Mannheimer Modedesign-Studentin Stephanie Selig. Unter ihrer Anleitung geschieht die Einarbeitung des Arbeitsnehmers sowie Qualitätskontrolle der Produkte.
Zudem soll die angestellte Person zu einem gewissen Prozentsatz beim Radhof selbst angestellt sein und der dortigen Alltagsarbeit nachgehen. Eine abwechslungsreiche Tätigkeit wird auf diese Weise gesichert.
Die Produkte sollen sowohl über lokale Standorte in Mannheim vertrieben werden, von denen viele schon ihre Bereitschaft signalisiert haben, als auch über Onlineplattformen, mit denen sich die erreichte Zielgruppe um ein Vielfaches erhöhen lässt: auch anderorts in Deutschland können dann Enactus-Upcycling-Produkte die Umgebung verschönern. Auch hier darf natürlich die unverzichtbare Tripple-Bottom Line nicht fehlen:

Ökologisch: Durch das Wiederverwerten der Fahrradteile wirken wir der Umweltverschmutzung nachhaltig entgegen und sparen zugleich teure Ressourcen.

Ökonomisch: Der Vertrieb der hergestellten Produkte ist ein wichtiger Teil des Projekts. Dieser wird sowohl physisch in den Läden als auch online erfolgen, um nachhaltigen Gewinn zu erzielen und eine breite Zielgruppe anzusprechen. Dadurch kann beispielsweise einem Langzeitarbeitslosen eine Stelle garantiert werden.

Sozial: Die Herstellung der Produkte soll durch soziale Randgruppen erfolgen, die vielerorts auch auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden.

Aktueller Stand:

Neben unserem sozialen Partner, dem Radhof Bergheim, haben wir in einer begabten Modedesign-Studentin eine weitere Partnerin gefunden, die mit ihrem handwerklichen Know-How für die Entwicklung der Upcycling-Produkte verantwortlich ist. Außerdem wurden wir im Rahmen des Radjubiläums 2017 von der Fachjury des Wettbewerbs „Monnem Bike“ als förderungswürdiges Projekt auserwählt und können nun mit einer finanziellen Unterstützung rechnen.

Ausblick:

Nachdem die Finanzierung des Projekts gesichert wurde, sind wir nun auf der Suche nach einer motivierten Arbeitskraft, die für die Herstellung der Produkte zuständig sein wird. Wir haben Kontakt zum Jobcenter aufgenommen und warten nun gespannt auf mögliche Bewerbungen. Derweil soll eine erfolgreiche Vertriebs- und Marketingstrategie ausgemacht werden, damit der Verkauf nach der Produktion zügig starten kann.

Bei Fragen können Sie sich gerne an alice.guong@unimannheim.enactus.de oder an samira.el-jazouli@unimannheim.enactus.de wenden.

Vielen Dank!