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Bsp Cup2Grow. Trink Mit!




Enactus Mannheim: Bsp Cup2Grow

Täglich landen circa 18 Mio. Coffee-to-go-Becher in deutschen Mülleimern. Diese sind nicht recycelbar und schädigen unsere Umwelt. Wir gehen dieses Problem an: Durch die Umstellung auf CO₂ neutrale Becher schützen wir die Umwelt uns sensibilisieren unsere Mitmenschen für die Müllproblematik.

Für viele Menschen beginnt der Tag mit einer heißen und vor allem belebenden Tasse Kaffee. Doch reicht für viele die Zeit nicht mehr aus, diesen in Ruhe zu Hause zu genießen. Als zeitsparende Alternative bietet sich so ein Kaffee zum Mitnehmen an, den man auf dem Weg zur Arbeit, in der Pause zwischen Vorlesungen oder auch als Modegetränk bei immer mehr Menschen auf der Straße sieht. Kein Wunder also, dass der Konsum des Coffee-to-go in den vergangen Jahren in Deutschland mehr und mehr anstieg und sich die Anzahl der Filialen der entsprechenden Anbieter hierzulande allein seit 2005 fast verdoppelt hat. Die meisten Menschen sind sich jedoch über die Auswirkungen, die ein sogenannter Coffee-to-go mit sich bringt, nicht bewusst.

Jeder Deutsche trinkt durchschnittlich 150 Liter Kaffee pro Jahr
Hiervon werden bereits über 40 % in Form eines Coffee-to-go konsumiert
Der Konsum eines einzigen Coffee-to-go erzeugt im Jahr 73 kg CO2-Emission; dies entspricht dem Ausstoß einer 60 W Glühbirne die länger als 100 Tage leuchtet
2011 landeten allein in Deutschland etwa 6,5 Milliarden Kaffeebecher im Abfall
Diese Menge reicht aus um die Erde ganze 14 Mal zu umwickeln

Aufgrund einer Plastikbeschichtung, die sich im Inneren eines jeden einzelnen Kaffeebechers befindet, sind diese nicht recycelbar und müssen somit über den Restmüll entsorgt werden. Was dies bei einem jährlichen Becherkonsum von 6,5 Milliarden Bechern in Deutschland für die Umwelt bedeuten kann sich ein jeder ausmalen. Und genau an diesem Punkt möchte Cup2Grow ansetzen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die herkömmlichen und somit nicht recycelbaren Becher in Münster durch biologisch wiederverwertbare Becher zu ersetzen und somit die Umwelt zu schonen und ein aktiveres Bewusstsein für die allgegenwärtige Müllproblematik zu schaffen.

Uns war bewusst, dass gegen die Entwicklung der ungehemmten Abfallverursachung etwas unternommen werden muss. Da jedoch bereits existierende Mehrwegbecher aus Porzellan, Kunststoff o.ä. Materialien dauerhaft auf wenig bis keine Akzeptanz stoßen, haben wir uns entschlossen, dem Problem auf andere Art entgegen zu treten:
In einem ersten Schritt wollen wir unsere neuen, biologisch wiederverwertbaren Becher in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk der Stadt Münster in allen Bistros und Mensen im Münsteraner Stadtgebiet verbreiten. Dieser bereits angesprochene Becher besteht aus Maisstärke, die aus den nicht verwendbaren Teilen der Maispflanze gewonnen wird und zu 100% abbaubar und somit CO₂-neutral ist.

Eine Testphase für die Einführung des Bechers ist fest für Ende 2012 geplant und wir stehen bereits in engem Kontakt zum Studentenwerk, um diese auch schnellstmöglich umzusetzen. Allein auf die Umstellung in den Bistros und Mensen des Studentenwerkes können jährlich über 52 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Doch hiermit möchten wir uns natürlich nicht zufrieden geben. Gleichzeitig planen wir durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weiter auf die Problematik aufmerksam zu machen und auch ein grundlegendes Bewusstsein für den Umweltschutz zu erzeugen, wie auch die Bereitschaft selbst aktiv zu werden. Teil dieser Arbeit wird gerade im Anfangsstadium eine Kampagne geplant, die für die richtige Entsorgung der Becher sorgen und das Projekt im Unialltag gegenwärtig machen soll, bei der uns unser Business-Advisor Bertelsmann insbesondere unterstützt.

Mittelfristig sieht unsere Planung vor, nach erfolgreicher Umsetzung des Projektes im Raum Münster, dieses über den Dachverband der Studentenwerke NRW an weiteren Universitäten zu implementieren und gleichzeitig über den Dachverband von SIFE Germany das Projekt an weiteren Standorten in Deutschland voranzutreiben. Zudem hat sich bereits ein Großanbieter wie BP, der Marktführer im Verkauf von Coffee-to-go, durchaus interessiert gezeigt, daher ist langfristig eine mögliche Ausweitung unserer Idee auf weitere große Ketten wie Aral, Tchibo und McCafé denkbar.

Da es bis zu diesem Zeitpunkt sicherlich ein langer Weg ist, ist es für uns vor allem wichtig ein auch wirtschaftlich nachhaltiges Konzept zu entwickeln: Unsere umweltfreundlichen Becher werden den Unternehmen als Werbefläche angeboten im Gegenzug für das Übernehmen der Kosten. Auch hier sind bereits die ersten Aufträge für die Testphase vergeben. Um dies zukünftig zu vereinfachen wollen wir gezielt Werbeagenturen für unser Projekt begeistern, da diese schon jetzt das Bindeglied zwischen Unternehmen und Werbung auf To-go-Artikeln bilden.