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Aquaeduct. Eine Fahrradpumpe zur Feldbewässerung


Enactus Mannheim: Aquaeduct

Problem

In Uganda betreibt 80% der Bevölkerung Landwirtschaft, doch durch saisonalen Niederschlag und v.a. schlechte technische Ausrüstung kann nur ein Bruchteil des landwirtschaftlichen Potenzials genutzt werden. Eine unzuverlässige Stromverbindung erschwert die Anwendung technisch versierterer Methoden, sodass sich der durchschnittliche Ertrag auf zwei Dollar pro Tag beschränkt.

Lösung

Durch die unzuverlässige Stromversorgung und hohe Kosten zur Erzeugung von Solarstrom ist eine mechanische Bewässerungslösung der Fokus des Projektes. Da sowohl Ressourcen als auch finanzielle Mittel für die Kleinbauern sehr begrenzt sind, haben wir uns dazu entschlossen, eine Bewässerungspumpe durch Tretkraft anzutreiben. Dadurch entsteht ein kostengünstiges System, das eine große Menge an Wasser pumpen kann und zudem leicht und somit mobil ist. Letzterer Punkt stellt einen großen Vorteil dar für die lokale Bevölkerung, da deren Felder oft verstreut liegen und ein Versetzen und der Pumpe möglich sein muss. Das geförderte Wasser wird anschließend durch Mikrosprenkler oder Tröpfchenbewässerung auf dem Feld verteilt.
Für die Umsetzung des Projektes arbeitet das Team von Enactus mit der Initiative „Klima schützen“, die sich in Uganda vor Ort für die Weiterbildung der lokalen Kleinbauern einsetzt. Der erste Projekteinsatz wird in der Region Hoima stattfinden, in der der lokale Partner ansässig ist. Somit kann eine lokale Betreuung  des Projektes sichergestellt werden und eine nachhaltige Projektexpansion erfolgen. Durch die regelmäßige Bewässerung ergibt sich eine positive ökologischen Auswirkung unseres Projektes. Eine nachhaltige Steigerung der Bodenqualität in Uganda, welche durch regelmäßige Bepflanzung und Bewässerung der Felder mit den richtigen Pflanzen kann sichergestellt werden. Das Projekt schafft mindestens zwei Arbeitsplätze vor Ort und vermittelt Wissen über nachhaltige und effektive Bewässerung sowie der richtigen Bepflanzung der Felder. Zudem verbessert sich die Lebenssituation der Bauern vor Ort durch eine regelmäßigere Ernte, die auch besser geplant werden kann.

Aktueller Stand

Es wurden zunächst 2 Prototypen der Pumpe in Detuschland gebaut, die bis zu 1000 Liter pro Stunde pumpen konnten. Im  nächsten Schritt soll deren Effizienz verbessert werden und eine Lösung für die Wasserausbringung entwickelt werden. Mitte April hat das Team von Enactus Mannheim erstmals die Region in Uganda bereist, um erste Ideen auszutesten und die genauen Bedürfnisse zu klären, da sonst keine Entwicklung für die Marktbedürfnisse möglich gewesen wäre. Bevor das Projekt wirklich starten kann im Sommer dieses Jahres, haben wir uns entschlossen, einen neuen Prototypen zu entwicklen. Dieser wird deutlich günstiger und kann ausschließlich aus lokal verfügbaren Materialien hergestellt werden (keine Importe somit notwendig) und soll deutlich mehr pumpen können (mehr als 3000 Liter pro Stunde).